Schade: 0:2-Niederlage gegen starke Junglöwen !

Erst Zaubertor, dann Schiri-Mysterium - Spitzenspiel vor polizeilich verfügter Geisterkulisse!
Spielbericht vom 24. Oktober 2026
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Im Spitzenspiel der Oberliga Niedersachsen verlor der VfV 06 am Freitagabend bei Eintracht Braunschweig U23 mit 0:2 - und verpasste die Möglichkeit, mit den Junglöwen gleichzuziehen. Der BTSV überzeugte vor einer polizeilich verfügten Mini-Kulisse mit temporeichem, druckvollen Offensivspiel und war in der bisherigen Saison mit Sicherheit der stärkste Gegner, mit dem es unsere sich tapfer wehrenden Jungs zu tun hatten. Aktuell steht der Bundesliga-Nachwuchs mit der am Freitagabend gezeigten Leistung zu Recht auf Platz 1 und ist im Kampf um die zwei Top-Plätze am Ende sicherlich ein ganz heißer Kandidat.
Die Franke-Jungs wehrten aber auch sich nach Kräften - und mit ein wenig mehr Spielglück wäre eine Punkteteilung drin gewesen. In zwei entscheidenden Momenten allerdings war man ohne eigenes Zutun machtlos - und diese beiden Szenen waren am Ende dann mitausschlaggebend. Zum einen versenkte Braunschweigs Robin Placinta bereits in der 8. Minute einen direkten Freistoß aus 18 Metern TV-reif und unhaltbar im Winkel. Schön anzusehen - schlecht für die Domstadtelf. Ein ähnliches Kunststück blieb im Übrigen unserem Taktgeber Mick Gudra versagt. In der 44. Minute hätte sein 25-Meter Freistoß fast zum Ausgleich geführt. Braunschweigs Keeper Nick Bordon lenkte das Spielgerät mit letzter Sprunkraft zur Ecke.
Dann zeigte Schiedsrichter Leon Kocherscheid in der 65. Minute Mohammed Bengharda die gelb-rote Karte , schwächte damit die Statik in unserem Spielaufbau und dazu für einige Augenblicke auch die ansonsten wieder stabile VfV 06-Abwehr. Warum der Unparteiische dies tat, blieb allerdings den meisten der nur 80 erlaubten - und vorab registrierten - Zuschauern ein Rätsel. Vorausgegangen war ein Zweikampf, bei dem viele nicht einmal ein Foul von Bengharda sahen.
Die Braunschweiger nutzten dieses Schiri-Mysterium für den Knock-Out. Keine drei Minuten später erzielte Mason Grumbach den spielentscheidenden zweiten Treffer. Die Reaktion der Franke-Jungs anschließend zeigte aber auch den Reifeprozess der vergangenenen Wochen. Statt zu lamentieren oder sich kraft- und wehrlos zu ergeben, versuchte man noch alles, um das Ergebnis zu korrigieren. Mit Mahdi Biso und Loius Malina brachte Franke noch einmal zwei neue "Neuner" - ohne die Wende zu schaffen. Nach zwei Monaten stand der VfV 06 erstmals wieder mit leeren Händen dar.
Da kam also einiges zusammen an diesem ungemütlichen Herbstabend: Geisterkulisse, schneller Rückstand, Pech bei dem Gudra-Schuss und später auch bei zwei weiteren guten Chancen durch Chima Ulonna und Mahdi Biso. Dazu noch die frühe Auswechslung von Wirbelwind Joyce Luyeye-Nkula und der zweifelhafte Platzverweis. Dennoch - Braunschweig war an diesem Abend ein verdienter Sieger und uns bleiben zwei Erkenntnisse: Wir sind weiter auf einem guten Weg sind, müssen aber um ganz oben mitmischen zu können, in der Offensive effizienter werden. Kein Tor in den letzten drei Spielen, nur 15 Treffer in bisher 11 Ligaspielen - schon kommenden Samstag sollten wir diese etwas nüchterne Bilanz versuchen aufzupolieren. Dann geht es an Halloween zuhause im FES gegen die nächste Bundesliga-Reserve aus Meppen. Den Fans sei schon heute versprochen: Es wird kein Geisterspiel.
Foto: Anton Salge













