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Stadion-Sanierung: Startschuss im Rathaus gefallen

Projektskizze zeigt 4 Bauabschnitte - Gearbeitet wird an einem modernen Stadtstadion

Artikel vom 19. Juni 2026

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    Der Startschuss für die dringend notwendige Sanierung des Friedrich-Ebert-Stadions ist gefallen. In einer gemeinsamen Sitzung der Rats-Ausschüsse für Schule, Bildung und Sport, für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität sowie für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften wurde sich geschlossen dafür ausgesprochen, 60 000 Euro für die Planung eines ersten Bauabschnittes zur Stadion-Modernierung des FES freizugeben Es ist davon auszugehen, dass der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause dieser Empfehlung entspricht.

    Damit kann das Hildesheimer Architektenbüro Jung und Marheineke seine bisherigen Entwürfe konkretisieren und die Grundlage schaffen zur Bewerbung  der Stadt um die Fördermittel aus dem Sondertopf "Sportmilliarde" der Bundesregierung. Matthias Jung und Lukas Marheineke stellten im Rathaus die gesamte Vison der Stadion-Sanierung vor und sorgten mit ihrer bisherigen Arbeit schon für Aha-Effekte. Am Ende könnte Hildesheim tatsächlich eine schmucke, zeitgemäße, barrierefreie und nach ökologischen Maßstaben umgebaute Arena erhalten.  

    Für den Fördermittel-Antrag beim Bund geht es zunächst um die Bauphase 1 - die alte Gegengerade wird dabei einer modernen, überdachten Tribüne weichen, inklusive Kabinentrakte, Sanitäranlagen sowie fortschrittlicher Stadion- und Übertragungstechnik. Der aktuelle "Stimmungskiller" Tartanbahn entfällt, die Tribünen gehen künftig an die Spielfläche ran. Die Zuschauerkapazität ist in diesem Bauabschnitt auf 2500 konzipiert, insgesamt würde das Fassungsvermögen nach einer Komplettsanierung rund 5500 betragen.

    Dass die Stadion-Sanierung ein Langstreckenlauf werden wird, war jedem Teilnehmer der Sitzung klar, aber Hildesheim hat sich mit diesem ersten wichtigen - gemeinsamen - politischen Signal auf den Weg gemacht - und auch der VfV 06 Hildesheim wird seinen wesentlichen Teil dazu beitragen.

    Gemeinsam wurde im letzten halben Jahr in einer Projektgruppe mit den Invaders, dem Kreissportbund und allen zuständigen Dezernaten der Stadt an diesem Thema gearbeitet. Der VfV 06 als Pächter des Stadions befürwortet dabei ausdrücklich auch die Öffnung des FES zu einem modernen Stadtstadion. Aktuell spielen bereits die American Footballer der Invaders dort in der Bundesliga, das Olympia-Sommercamp wird weiter Bestandteil des städtischen Angebots bleiben. Aber auch an weitere Kultur- und Sportevents wird nach einer Sanierung gedacht.

    Die Sitzung im Rathaus machte auch deutlich, dass der Zustand des Stadions auf Dauer nicht tragbar ist. Mit hohem finanziellen Aufwand hat der VfV 06 in den vergangenen Jahren immer dafür gesorgt, dass Hildesheims einziges Stadion dieser Größenordnung überhaupt spieltauglich ist - dennoch nagt der Zahn der Zeit an der fast 100 Jahre alten Sport und Begegnungsstätte. Die pure und stets nur behelfsmäßige Instandhaltung der Sport-, Kabinen- und Zuschauertrakte würde ohne Grundsanierung Jahr für Jahr weiter steigende finanzielle Belastungen erfordern.

    „Gemacht werden muss ohnehin etwas", unterstrich auch Sport und Sozialdezernent Malte Spitzer. Gemeinsam machen wir uns also auf den Weg und wir sind zuversichtlich, dass durch die breite Zustimmung in Rat und Verwaltung zu diesem jetzt vorliegenden umsetzbaren und  keinesfalls überdimensionierten Plan das Projekt Stadion-Sanierung Fahrt aufnimmt.