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VfV Borussia 06 Hildesheim stoppt die Ballermänner aus Rehden und siegt mit 2:0. PDF Drucken E-Mail

Als die Super-Ballermänner der Oberliga waren die Fußballer des BSV Schwarz- Weiß Rehden gestern nach Hildesheim gekommen. Satte 38 Tore hatten sie in elf Partien geschossen. Zum Vergleich: Der VfV Borussia 06 hatte bis dato ganze neunmal ins gegnerische Tor getroffen. Aber gestern war alles ganz anders. Der gefürchtete BSV-Sturmging leer aus. Die 06er besiegten den Tabellenzweiten mit 2:0 – eine faustdicke Überraschung! Trotz des vierten Saisonsieges bleibt der VfV 06 weiterhin auf Rang 13. Aber der Rückstand auf den fünften Rang, der am Saisonende zum Aufstieg in die neu strukturierteRegionalligareicht,schmolz auf sieben Punkte. Und die Saison ist noch lang. Trainer Andreas Golombek vertraute der gleichen Anfangsformation, die beim TSV Ottersberg ein 1:1 erreicht hatte. Er verordnete seiner Equipe allerdings eine defensivere Grundeinstellung als zuletzt. Mit Erfolg, denn Rehden erspielte sich in der erstenHälfte keine einzige Einschussmöglichkeit. „Ist der Hildesheimer Tor- Geiz etwa ansteckend?“, scherzten einige Zuschauer in der Pause über die unerwartet harmlos aufspielenden Gäste. Die Nebenwirkungen der Defensiv- Taktik nahmen die Borussen gern in Kauf. VierChancen reichten zuzwei Treffern. So effektiv waren die Hildesheimer schon lange nicht mehr. Ein weiterer Garant für den Erfolg derGolombek-Elf war die Zweikampfstärke. Neben den Innenverteidigern Björn Zimmermann und Christopher Nachtwey eroberte auch der „Sechser“ Luc Ndjock viele Bälle. Nur eine Möglichkeit durch Omar Fahmy sprang in der ersten Hälfte heraus. Dieser angelte sich den Ball am eigenen Strafraumund spurtete über das gesamte Feld. Gäste-Keeper Christian Ceglarek ließ sich nicht narren, er rettete mit ausgestrecktem Bein (38.). Ansonsten schlugen die Hildesheimer oft weite Bälle auf Fahmy. Diese Versuche blieben aber erfolglos. Zudem blieb Fahmy viel zu oft in Abseitspositionen stehen. Durch diese Kunstpausen liefen mehrere Borussia- Angriffe ins Leere. Kurz nach Wiederanpfiff bewahrte Linksverteidiger Marco Menneking die Hildesheimer vor einem Rückstand. Für den geschlagenen Torwart David Primke rettete Menneking nach einem Schuss von Francis Banecki auf der Torlinie (47.). Es folgte ein glänzender Auftritt von Philipp Rockahr, den Gäste-Trainer Jürgen Stoffregen nach der Partie als spielentscheidend sah. An der Mittelinie eroberte sich Rockahr den Ball. Er war nicht zu halten, lief an Freund und Feind vorbei und traf zum 1:0 in den linken unteren Torwinkel (55.). Marcel Goslar vergab die Möglichkeit zum Doppelschlag, als er den Ball nicht richtig traf und links vorbeizog (57.). Die Schwarz-Weißen hinkten weiterhin ihren Möglichkeiten hinterher und wirkten unkonzentriert. Zudem dezimierten sie sich durch eine gelb-rote Karte für den eingewechselten Cüneyt Özkan selbst (71.). Das spielte den Borussen in die Karten. Nach einem Konter wurde der eingewechselte Aziz Araboglu im Rehdener Strafraum unsanft gestoppt. Zimmermann behielt einen kühlen Kopf und versenkte den fälligen Strafstoß zum viel umjubelten Endstand (87.). Coach Golombek zeigte sich erfreut, dass seine defensive Marschroute gegen Rehdens Ballermänner voll aufgegangen war: „Meine Jungs haben gegen einen hochkarätigen Gegner sehr diszipliniert agiert.“ Dieser Erfolg dürfte der jungen Truppe Selbstvertrauen geben. Der Blick darf in der Tabelle nun vorsichtig nach oben gerichtet werden. VfV 06 Hildesheim: David Primke – Jung Woo Park, Björn Zimmermann, Christopher Nachtwey, Marco Menneking, Niklas Kiene, Marcel Goslar (89. Shahin Faridonpur), Philipp Rockahr (85. Aziz Araboglu), Omar Fahmy, Tae Yun Lim (75. Christian Oganesian), Luc Ndjock Tore: 1:0 Philipp Rockahr (54.), 2:0 Björn Zimmermann (Foulelfmeter, 87.) Schiedsrichter: Björn Förster (Helpsen) Zuschauerzahl: 320 im Friedrich-Ebert-Stadion. Gelb-Rote Karte: Cüneyt Özkan (71., Rehden)
 
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