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Waghalsig – aber vernünftig PDF Drucken E-Mail


Fußball: Harte Saison steht bevor / Trotzdem befördert Oberligist VfV 06 fünf Nachwuchskicker in die I. Herren

Hildesheim (pen). Ein Wagnis ist es schon, doch vom wirtschaftlichen und idealistischen Standpunkt aus gesehen vernünftig. Fußball-Oberligist VfV Borussia 06 Hildesheim setzt auch in der kommenden Saison hauptsächlich auf den eigenen Nachwuchs. Mit Marvin Heinemann (19), Denis Czauderna (18), Jane Zlatkov (18), Roman Wolf (18) und Timur-Marcello Palmisano (18) stoßen gleich fünf Eigengewächse aus der AJugend zu den I. Herren des VfV 06.Waghalsig ist das Ganze, da sich die Hildesheimer in der kommenden Spielzeit für die eingleisige Oberliga qualifizieren müssen. Nur die ersten acht Mannschaften aus der 18er-Staffel dürfen am Ende in die neue Oberliga einziehen – alle anderen werden heruntergereicht in die Bezirksoberliga. Also ist vom ersten Spieltag an Abstiegskampf angesagt. Solch eine Nervenschlacht durchzuhalten, wird nicht einfach für die Hildesheimer Jungspunde. Denn auch der bestehende Kader der Borussen hat ein recht niedriges Durchschnittsalter. „Naja“, protestiert Manager Guido Danne, „es sind schon  auch einige erfahrene Spieler im Team.“

Er nennt unter anderen Ertan Ametovski, Kevin Köhler und Ibrahim Turgay. „Außerdem stoßen mit Abwehrmann Björn Zimmermann von Arminia Hannover  sowie Ertan Ogurtan aus Ramlingen erfahrene Leute dazu“, so Danne weiter, der außerdem verrät, dass die VfV 06- Macher mit weiteren potenziellen Neuzugängen verhandeln. „Zwei fertige Spieler wollen wir noch holen.“ Grundsätzlich soll aber weiter auf die eigene Jugend gesetzt werden – allein wirtschaftlich ist das für die Borussen eine Notwendigkeit. Bekanntlich kann der Verein finanziell keine großen Sprünge machen. Geld, um Fußballer von anderen Klubs weg zu locken, fehlt. „Unser Kapital ist die Jugend“, sagt Manager Danne trotzig und pathetisch zugleich. Dann lobt er seinen Nachwuchs- Trainer Tony Zlatkov, dessen AJunioren in der dritthöchsten deutschen Liga kicken. Zlatkov leiste hervorragende Arbeit. Schon in den vergangenen beiden Jahren konnten sich einige seiner Schützlinge auch bei Herren-Coach Andreas Golombek etabliere n – namentlich unter anderen Marcel Hartmann, Denis Ametovski, Granit Curri, Marcel Heise, Martin Burandt oder Mike Wiedemann.  Und vielleicht identifizieren sich durch die konsequente Nachwuchsarbeit wieder mehr Hildesheimer mit dem VfV 06. Denn Klubs, die auf Spieler mit Stallgeruch bauen, sind meist Sympathieträger. Ein paar mehr Zuschauer könnten die Borussen nämlich gut gebrauchen. Gleichwohl weiß auch Danne, dass die Oberliga-Qualifikation in der kommenden Saison eine harte Nuss wird. Schon in der abgelaufenen Spielzeit steckte der VfV 06 im Abstiegskampf – „gerade für die Jungen ist das belastend gewesen“.

 

Quelle: www.hildesheimer-allgemeine.de
 
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