|
Erst Entsetzen, dann ausgelassener Jubel |
|
Fußball-Oberliga: VfV Borussia 06 egalisiert in der Nachspielzeit die Nordhorner Führung aus der 88. Minute zum 3:3
Hildesheim (rst). Ein Wechselbad der Gefühle hat der VfV Borussia 06 Hildesheim in der Fußball-Oberliga Niedersachsen gestern Nachmittag bei Eintracht Nordhorn durchlebt. Nachdem die Elf von Trainer Andreas Golombek schon mit 2:0 geführt hatte, drehten die Platzherren eine Minute vor dem Spielende den Spieß noch auf 2:3 um. Doch zu früh gefreut, Eintracht Nordhorn: In der Nachspielzeit erzielte die Borussia durch Jane Zlatkov den verdienten Ausgleich zum 3:3 (0:2)-Endstand. Nun hat eine Serie für den VfV 06 weiterhin Bestand, während eine andere riss. Einerseits sind die Hildesheimer seit vier Spielen unbesiegt. Andererseits knackte Nordhorns Top-Torjäger Herion Novaku in der 53. Minute mit einem 18-Meter- Freistoß die Hildesheimer Beton-Abwehr – für den VfV 06 war es der erste Gegentreffer nach 338 Spielminuten. VfV 06-Pressesprecher Lutz Hille zollte der Eintracht-Offensive seinen Respekt: „Wir haben nun fast gegen alle von oben in der Tabelle gespielt. Neben Cloppenburg und Oldenburg hat Nordhorn am besten nach vorne gearbeitet.“Wie erwartet, vollzog Trainer Golombek eine Veränderung in der VfV 06-Startelf. Für den genesenen Marcel Goslar musste Ranko Sankovic weichen. Richtig gut ging es für die Hildesheimer los. Nach einem eigentlich verunglückten Freistoß von Jan-Timo Bülow flog der Ball nicht auf einen Mitspieler, sondern auf Eintracht- Keeper André Lange zu. Dieser faustete sich das Leder ins eigene Netz. „Normalerweise fällt so ein Tor immer gegen uns“, rätselte Pressesprecher Lutz Hille da mit einem Grinsen über die in der achten Spielminute wieder eingekehrte Glücksträhne beim VfV 06. Vor dem 0:2 tankte sich Goslar auf dem rechten Flügel durch. Seinen Torschuss ließ Schlussmann Lange abprallen, bevor Denis Ametovski per Nachschuss seinen achten Saisontreffer erzielte (28.). Bei einem Missverständnis zwischen dem Eintracht-Keeper und seinem Abwehrchef hatte sich Omar Fahmy zuvor den Ball angeln wollen. Obwohl Stürmer Fahmy gefoult wurde, blieb der Elfmeterpfiff aus (10.). Auf der anderen Seite rettete VfV 06-Schlussmann Simon Blaus mit den Fingerspitzen vor einem inschussbereiten Nordhorner (24.), bevor er wenig später gegen den 43-jährigen ehemaligen jugoslawischen Nationalspieler Zoran Milosevic großartig parierte (40.). Weitere gute Hildesheimer Chancen verpassten Björn Zimmermann (50., Lange rettete mit Fußabwehr) und der eingewechselte Benjamin Halstenberg (61., Freistoß). Dann egalisierte der pfeilschnelle Steve Sam (71.). Er ist übrigens kein geringerer als der Bruder des Leverkusener Bundesliga-Profis Sidney Sam. Nun gerieten die Hildesheimer immer mehr unter Druck. Torwart Simon Blaus avancierte in dieser Phase zum Turm in der Schlacht. Gegen einen Schuss von Kevin Thil war aber auch er machtlos – der Ball trudelte zum 3:2 in die Maschen des VfV 06 und löste lähmendes Entsetzen in den Hildesheimer Reihen aus (88.). „Und das, nachdem wir schon mit 2:0 geführt haben“, ärgerte sich auch Vereinsvize Lutz Hille. Aber ein Spiel dauert 90 Minuten. „Joker“ Jane Zlatkov schnappte sich den Ball und sandte ihn flach ins lange Eintracht- Toreck ein – 3:3 (90.). Nun herrschte ausgelassener Jubel bei der Golombek-Elf. Schließlich entführte sie damit bei den favorisierten Nordhornern einen Punkt. „Wir haben bis zum Ende Moral bewiesen“, lobte Hille die Borussia. VfV Borussia 06 Hildesheim: Simon Blaus – Mike Wiedemann, Jan-Timo Bülow (85. Murat Salar), Björn Zimmermann, Sven Pohl (46. Benjamin Halstenberg), Agron Luma, Niklas Kiene, Denis Ametovski, Marcel Goslar, Omar Fahmy (75. Jane Zlatkov), Drazen Ivankovic. Tore: 0:1 Jan Bülow (8.), 0:2 Denis Ametovski (28.), 1:2 Herion Novaku (53.), 2:2 Steve Sam (71.), 3:2 Kevin Thiel (88.), 3:3 Jane Zlatkov (90.). Schiedsrichter: Malte Preut (Friesoythe). Zuschauer: 250.
Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung |
|
|
Fußball-Oberliga: Durch das 2:0 gegen Eintracht Northeim setzt sich der VfV Borussia 06 in der obere |
|
Magisches Dreieck sorgt für Wirbel
Hildesheim (pen). „Ein Arbeitssieg“, meinte Abwehrchef Björn Zimmermann trocken, und regte sich noch etwas über den einen oder anderen Fehlpass seines Teams auf. Auch Omar Fahmy starrte nach Abpfiff enttäuscht auf den Boden. „Ein Stürmer wird eben an seinen Toren gemessen“, meinte Angreifer Fahmy. Beinahe machte es den Eindruck, als hätte Fußball-Oberligist VfV Borussia 06 Hildesheim das gestrige Heimspiel gegen Eintracht Northeim verloren. Aber es war genau umgekehrt. Die Hildesheimer gewannen die Partie souverän mit 2:0 (1:0) und waren in den 90 Minuten die überlegene Mannschaft. VfV 06-Trainer Andreas Golombek nahm Fahmy in den Arm. „Ist doch alles okay. Hast ein gutes Spiel gemacht.“ Der Stürmer zog eine Schnute. „Jaja“, winkte er ab. Fahmy hätte zu gern ein Tor geschossen. Ein paar mal hatte er sich im Spiel durch die Abwehr gedribbelt oder sich in den freien Raum gestohlen. Doch entweder stand der Pfosten oder Northeims Keeper Lars-Oliver Eggers im Weg. Der Ärger über die verpassten Chancen musste sich erst legen. Doch später freute auch er sich über die drei Punkte. Konnte er auch. Gemeinsam mit Denis Ametovski und Ranko Sankovic zog Fahmy ein schnelles Kurzpassspiel mit klugen Steilpässen auf. Dieses magische Dreieck brachte die Northeimer Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Nutznießer der fixen Angriffe war Ametovski, der beide Tore erzielte. Es waren die Saisontreffer sechs und sieben für ihn. Hildesheim begann die Partie gemächlich und mit einigen Fehlpässen. Das 1:0 fiel aus heiterem Himmel. Nach zu kurzer Abwehr von Kevin Eckert hatte sich Omar Fahmy den Ball geschnappt und ihn steil durch die gegnerische Defensive auf Ametovski gepasst. Der spielte überlegt Torwart Eggers aus und schob zur Führung ein (18.). Von nun an hatten die Borussen die Begegnung im Griff. Björn Zimmermann ordnete seine Hintermannschaft und forderte auch die Offensive immer wieder zur Abwehrarbeit auf. Dieses konsequente Verteidigen zwang Northeim zu Ballverlusten – und bescherte Sankovic, Famy, Ametovski und den anderen VfV 06ern immer wieder Kontermöglichkeiten. „Wir hätten schon in der ersten Hälfte das eine oder andere Tor mehr machen können“, sagte Trainer Golombek. In der Tat: Die Chancenverwertung war nicht berauschend. Die Vorentscheidung fiel kurz nach der Pause. Mike Wiedemann hatte einen 30-Meter-Traumpass direkt auf den im Strafraum lauernden Ametovski geschlagen. Der nahm den Ball in Bedrängnis auf und schoss ihn volley zum 2:0 ein (48.). Northeim versuchte, irgendwie den Anschluss herzustellen. Die größte Gelegenheit dazu verpasste Grzegorz Podolczak, der plötzlich frei vor Borussen-Torwart Simon Blaus aufgetaucht war. Doch Blaus parierte sicher (55.). Wirklich in Gefahr gerieten die Hildesheimer nicht mehr. Im Gegenteil: In der letzten halben Stunde boten sich noch Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Allein der agile Fahmy hatte zwei Treffer auf dem Fuß – das heiß ersehnte Tor blieb ihm aber verwehrt. Die Hildesheimer kletterten durch den Sieg auf Rang acht und behalten Kontakt zur Spitzengruppe. Gerade sechs Punkte liegen sie jetzt hinter Tabellenführer BV Cloppenburg – der übrigens für die größte Überraschung des 12. Spieltags sorgte. Die Cloppenburger verloren zuhause mit 0:1 gegen den Fünfzehnten Ramlingen- Ehlershausen. VfV Borussia 06 Hildesheim: Simon Blaus – Mike Wiedemann, Jan-Timo Bülow, Björn Zimmermann, Omar Fahmy, Sven Pohl, Agron Luma (78. Benjamin Halstenberg), Denis Ametovski (60. Marcel Goslar), Niklas Kiene, Ranko Sankovic (68. Jane Zlatkov), Drazen Ivankovic. Tore: 1:0 Denis Ametovski (18.), 2:0 Denis Ametovski (58.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Benjamin Schreiber (Stadtoldendorf). Quelle: HAZ |
| |
|
|
Heimspiel am Sonntag gegen Northeim |
 Björn Zimmermann VfV 06 erkämpft sich Punkt in Osnabrück
Am Sonntag empfängt der VfV 06 Hildesheim in der Oberliga Niedersachen die Mannschaft von Eintracht Northeim.Das Heimspiel wird bereits um 14 Uhr im Friedrich- Ebert-Stadion angepfiffen. Die Northeimer belegen zur Zeit mit elf Punkten den 14. Tabellenplatz in der Oberliga. Mit den Spielern Ibrahim Turgay und Muhamed Alawie kommen zwei ehemalige VfV 06er ins Friedrich-Ebert-Stadion. Alawie ist zur Zeit auch mit vier Toren der gefährlichste Stürmer der Northeimer. Allerdings verloren sie am Wochenende zu hause deutlich gegen den VfB Oldenburg mit 1:5. Der VfV 06 konnte am Sonntag in Osnabrück gegen die Bundesligareserve des VfL Osnabrück punkten.Nach einer starken kämpferischen Leistung trennten sich die Mannschaften mit einem 0:0 Unentschieden. Auch wenn der VfL spielerisch überlegen gewesen ist, waren die Hildesheimer mit ihren Kontern brandgefährlich. Die beste Chance hatte in der 75. Minute Omar Fahmy, der freistehend knapp am Tor vorbei zielte. Die Angriffsbemühungen der Osnabrücker wurden von den Innenverteidigern Mike Widemann und Björn Zimmermann vereitelt. Beide zeigten wieder eine starke Leistung. Auch Benjamin Halstenberg kam zu seinem ersten Einsatz nach seiner Verletzungspause. Er wurde in der 62. Minute eingewechselt. Marcel Goslar konnte zum ersten mal nach seiner Verletzung durchspielen. Das Lazarett des Hildesheimer lichtet sich. Allerdings fallen weiterhin Christoph Lange, Christopher Nachtwey und Erkan Orgutan aus. |
|
|
Heimspiel am Sonntag gegen Northeim |
VfV 06 erkämpft sich Punkt in Osnabrück
Am Sonntag empfängt der VfV 06 Hildesheim in der Oberliga Niedersachen die Mannschaft von Eintracht Northeim.Das Heimspiel wird bereits um 14 Uhr im Friedrich- Ebert-Stadion angepfiffen. Die Northeimer belegen zur Zeit mit elf Punkten den 14. Tabellenplatz in der Oberliga. Mit den Spielern Ibrahim Turgay und Muhamed Alawie kommen zwei ehemalige VfV 06er ins Friedrich-Ebert-Stadion. Alawie ist zur Zeit auch mit vier Toren der gefährlichste Stürmer der Northeimer. Allerdings verloren sie am Wochenende zu hause deutlich gegen den VfB Oldenburg mit 1:5. Der VfV 06 konnte am Sonntag in Osnabrück gegen die Bundesligareserve des VfL Osnabrück punkten.Nach einer starken kämpferischen Leistung trennten sich die Mannschaften mit einem 0:0 Unentschieden. Auch wenn der VfL spielerisch überlegen gewesen ist, waren die Hildesheimer mit ihren Kontern brandgefährlich. Die beste Chance hatte in der 75. Minute Omar Fahmy, der freistehend knapp am Tor vorbei zielte. Die Angriffsbemühungen der Osnabrücker wurden von den Innenverteidigern Mike Widemann und Björn Zimmermann vereitelt. Beide zeigten wieder eine starke Leistung. Auch Benjamin Halstenberg kam zu seinem ersten Einsatz nach seiner Verletzungspause. Er wurde in der 62. Minute eingewechselt. Marcel Goslar konnte zum ersten mal nach seiner Verletzung durchspielen. Das Lazarett des Hildesheimer lichtet sich. Allerdings fallen weiterhin Christoph Lange, Christopher Nachtwey und Erkan Orgutan aus. |
|
|