Wahnsinn! VfV06 landet Coup beim Tabellenführer

Wahnsinn! VfV06 landet Coup beim Tabellenführer

Regionalligateam 02.12.2017

2:2 bei der Bundesligareserve vom HSV / Team dreht Spiel nach Rückstand / Diouf schwer verletzt

Hamburg. Was. Für. Ein. Spiel. Als Schiedsrichter Timo Hippel die Partie zwischen dem Hamburger SV II und dem VfV Borussia 06 Hildesheim abpfiff, herrschte kurzzeitig Sprachlosigkeit auf beiden Seiten. Bei den Hamburgern, weil sie unerwartet zwei Punkte Richtung Meisterschaft abgeben mussten. Beim VfV06, weil ein Punkt auswärts beim Tabellenführer der Regionalliga Nord erstmal grundsätzlich sprachlos macht – vor Freude. Nach einigen Sekunden entlud sich diese aber doch bei den völlig erschöpften Spielern. Ein letztes Aufbäumen an diesem kalten Tag in Hamburg-Stellingen. Was für ein Spiel.
Kurz zur Erinnerung: Das letzte Pflichtspiel absolvierte der VfV06 am 4. November beim VfB Lübeck (0:0). Training: In der Regel nur eingeschränkt möglich. Zudem sind zu den Verletzungen von Benedict Plaschke und Ante Blazevic die Ausfälle von Mats Kaiser und Oliver Doege zu verkraften. Und dann geht es zum Spitzenreiter, der einsam seine Kreise zieht. Achja, es ist noch zu erwähnen, dass die Bundesligareserve des HSV nach sechs Minuten in Führung ging. Bis dahin war der VfV06 einen überschaubaren Zeitraum am Ball. 
"Aber dann haben die Jungs gezeigt, dass sie sich als Mannschaft enorm weiterentwickelt und erstmals in dieser Saison ein Spiel gedreht haben", sagte Trainer Jörg Goslar im Anschluss stolz." Denn die Mannschafgt pushte sich bei kühlen Graden kurz vor dem Gefrierpunkt – und langte unerwartet direkt zurück. Zwei Konter, zwei astreine Treffer durch Luis Prior-Bautista (14.) und Mame Diouf (17.) brachte den Favoriten aus der Hansestadt plötzlich ins Wanken. Und wenn Marvin Ibekwe (31.) oder der für den verletzten Diouf eingewechselte Thomas Sonntag (40.) den Ball im HSV-Tor untergebracht hätten ... sei es drum. Es gibt keinen Grund, die vergebenen Chancen zu betrauern, wenn man nach großem Kampf mit einem Punkt aus Hamburg heimfährt.
Schlechte Nachrichten gibt es dennoch: Torschütze Diouf blieb nach etwa einer halben Stunde mit den linken Fuß im Rasen hängen und verletzte sich am Knie. Er wurde durch HSV-Mannschaftsarzt Robert Marshall und dann im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erstversorgt, fuhr mit Mannschaft und Punkt gut gelaunt im Bus nach Hause. Eine Diagnose steht noch aus. Anfang der Woche werden Untersuchungen zeigen, wie schwer die Verletzung wiegt.
Gute Nachrichten kamen auch aus Eutin. Der Aufsteiger unterlag einem anderen Aufsteiger, dem SSV Jeddeloh II, 1:2. Der Siegtreffer für die Gäste fiel kurz vor dem Schlusspfiff. Damit bleibt Eutin, ebenso wie der BSV Rehden, in Reichweite der Domstadtelf. Gute Aussichten für die Aufholjagd.

HSV II: Morten Jens Behrens – Youngjae Seo, Ambrosius, Vasilije Janicic, Ville Matti Steinmann, Moritz Kwarteng (84., Christian Stark), Bakery Jatta, Mats Köhlert (75., Frank Ronstadt), Leon Mundhenk, Henrik Giese (46., Sebastian Haut), Mohames Gouaida.

VfV06: Nils Zumbeel – Christoph Lange (86., Cristian Oganesian), Yannik Schulze, Yusuf Kilic, Niklas Rauch, Konstantinos Drizis – Lukasz Staron, Sofien Chahed – Luis Prior-Bautista, Mame Diouf (28., Thomas Sonntag), Marvin Ibekwe (90., Bangin Bakir Mahmud).

Tore: 1:0 Gouaida (6.), 1:1 Prior-Bautista (14.), 1:2 Diouf (17.), 2:2 Jatta (34.).

Hamburger SV 2

2 : 2

VfV 06 Hildesheim

Samstag, 2. Dezember 2017 · 13:00 Uhr

Regionalliga Nord · 19. Spieltag

Schiedsrichter: Timo Hippel Assistenten: Sebastian Berger, Sebastian Schiller Zuschauer: 121